Barnaby saß auf seinem prall gefüllten Koffer und hüpfte auf und ab, damit die Schlösser einschnappten. „Ich glaube, ich habe zu viele Fliegen eingepackt!“, quakte er seiner Freundin Beatrice zu. Überall am Teich waren hunderte Enten damit beschäftigt, winzige Hemden zu falten und ihre Flugkarten zu prüfen.
Eine Menschenfamilie spazierte am Wasser entlang und zitterte in ihren Mänteln. „Schau mal, die Enten fliegen weg“, sagte der Vater. „Sie ziehen in den Süden, weil sie das kalte Wasser hassen!“ Barnaby und Beatrice sahen sich an und kicherten leise.
Aber die Menschen irrten sich. Kapitän Drake, der Anführer der Schar, blies in seine silberne Pfeife. „Alles klar, Team, prüft eure Ausrüstung! Habt ihr Brot? Nein! Habt ihr Würmer? Nein! Zeigt mir euer Werkzeug!“
Mit einem lauten Flügelschlag erhob sich die ganze Schar in die Luft und schwebte hoch über den Bäumen. Sie flogen an den verschneiten Bergen vorbei, aber sie suchten keinen warmen Strand zum Landen. Stattdessen flogen sie höher und höher, direkt auf die grauesten Wolken zu.
Mitten in der Luft klickte Barnaby seinen Koffer auf, aber es war gar keine Kleidung darin! Er holte einen Eimer mit leuchtend oranger Farbe und einen riesigen, flauschigen Pinsel heraus. „Es ist Zeit, an die Arbeit zu gehen!“, rief er fröhlich.
Die Enten flohen nicht vor der Kälte; sie waren auf einer Mission, um den Sonnenuntergang zu malen! Barnaby und Beatrice tauchten ihre Pinsel ein und spritzten leuchtendes Rosa, Lila und Gold über den ganzen trüben, grauen Himmel. Sie wirbelten und sausten umher und verwandelten die matten Wolken in ein Meisterwerk.
Als der Himmel voller Farben war, ließen sich die Enten sanft von der Brise treiben und bewunderten ihr Kunstwerk. „Der schönste Sonnenuntergang des Jahres“, seufzte Beatrice glücklich. Sie zogen nicht weg, um im Warmen zu bleiben; sie zogen weg, um sicherzustellen, dass die Welt wunderschön blieb.