Milos neues Haus hatte einen Briefkasten, der wie eine kleine Burg aussah. Eines Morgens hüpfte ein Brief heraus und stupste ihn direkt auf die Nase. Er war mit einem blauen Wachssiegel von König Bramble verschlossen!
Darin schrieb der König: „Ich gebe mein Bestes … und ich glaube, mir ist ein königlicher Fehler unterlaufen.“ Milo eilte zum Marktplatz und fand König Bramble, der seine Krone trug und … einen Besen hielt. „Ich habe versprochen zu helfen“, sagte der König, „aber meine Krone rutscht ständig in den Suppentopf!“
Heute war der Laternenmarkt, auf dem alle Fähigkeiten statt Münzen tauschten. Nana Pepple erklärte: „Man verdient Laternenlichter, indem man anderen hilft.“ Der König schluckte, denn er wusste noch nicht, was er gut konnte.
Plötzlich fegte eine Windböe über den Platz – HUI! – und die Laternen schwebten wie leuchtende Ballons davon. Pip die Taube flatterte mit einer winzigen Papiermütze herbei und gurrte: „Gurru-gurru! Der Wind hat eure Lichter gestohlen!“ Dann zeigte Pip mit einem Flügel zum Uhrturm.
Am Uhrturm entdeckten sie eine neue Gestalt: den Brisenhüter, ein schüchternes Kind mit einem riesigen Blätterfächer. „Ich wollte sie nicht wegnehmen“, flüsterte der Brisenhüter, „ich wollte nur üben, sanften Wind zu machen.“ Milo sagte: „Lass es uns gemeinsam in Ordnung bringen“, und der König nickte, obwohl er Höhenangst hatte.
Die Turmtreppe hinauf quietschten König Brambles Hausschuhe, aber er ging Schritt für Schritt weiter. Auf dem obersten Balkon benutzte er seinen schweren Umhang wie eine Decke, um die treibenden Laternen sicher einzufangen. „Ich habe etwas Nützliches getan!“, rief er, und Pip die Taube drehte sich in einem fröhlichen Kreis.
Zurück auf dem Laternenmarkt kehrten die Lichter zurück und alle jubelten. Der Brisenhüter tauschte eine sanfte Brise gegen Milos Hilfe ein, und Nana Pepple tauschte warme Kekse gegen das mutige Laternenfangen des Königs. König Bramble verbeugte sich und sagte: „Heute habe ich mir mein Licht verdient“, und Milo flüsterte: „Es zu versuchen, ist der größte Reichtum.“