Der Bach war so nützlich, dass die Maulwürfe ihn den Waschwasser-Fluss nannten. Sie wuschen Tassen, Teller und sogar matschige Stiefel an seinem Ufer. Milo sah dem Wasser beim Glitzern zu und dachte: „Das sieht aus wie eine Badewanne!“
Bevor ihn jemand aufhalten konnte, stieg ein Maulwurf für ein kurzes Bad in den Bach. Das Wasser wirbelte um seine Pfoten und er seufzte glücklich. Dann flitzte ein Schatten unter der Oberfläche vorbei – ganz schnell!
Ein Piranha tauchte auf, mit großen Zähnen und einem mürrischen Gesicht. Ein weiterer Piranha platschte daneben. Bald wirbelte eine ganze Gruppe von Piranhas das Wasser auf und verhielt sich sehr angriffslustig und bissig.
Max schnappte sich einen langen hölzernen Spülbürstengriff wie eine Rettungsstange und zog den badenden Maulwurf vorsichtig zurück auf die trockenen Steine. „Heute wird nicht gebadet“, sagte Max ruhig und bestimmt. Milo huschte hinter Bürgermeisterin Mabels Weste und guckte vorsichtig hervor.
Bürgermeisterin Mabel hielt ihre Karte hoch und entdeckte einen Seitenkanal von ihrem Umleitungstunnel. „Die Piranhas folgen der stärksten Strömung“, sagte sie. „Wenn wir ihnen einen eigenen Weg geben, brauchen sie unseren Waschplatz nicht.“
Die Maulwürfe bauten schnell ein „Nur für Fische“-Tor aus Steinen, Metallplatten und Kartoffelbrei als Dichtung in den Ritzen. Sie öffneten den neuen Kanal und das Wasser rauschte in diese Richtung. Die Piranhas schwammen hinterher, platschten und verschwanden dann im Seitentunnel.
Der Waschwasser-Fluss wurde wieder ruhig, als würde er tief durchatmen. Alle jubelten und der badende Maulwurf versprach: „Nächstes Mal bade ich im Eimer!“ Milo bemerkte winzige Fischschuppen, die auf einem Stein glitzerten, und fragte sich: „Woher kamen diese Piranhas wohl?“ Fortsetzung folgt.