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Der König, der es nicht versuchen wollte

Der König, der es nicht versuchen wollte

Oleksandr Gamaniukby @oleksandr
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Episode 1: Der König, der es nicht versuchen wollte

Es war einmal ein königlicher, herrischer König, der alles sofort haben wollte. Er sagte zu jedem: „Bringt mir Essen! Bringt mir Spielzeug! Bringt mir Gold!“ Aber der König wollte niemals helfen oder überhaupt irgendetwas arbeiten.

In der Stadt lebte ein obdachloses Kind namens Milo, das kleine Aufgaben erledigte, um zu überleben. Er fegte Stufen, trug Körbe und half den Nachbarn, und er sagte immer: „Ich kann es versuchen!“ Die Menschen begannen, Milo zu vertrauen, und bald verdiente er genug, um sich warmes Essen zu kaufen und Münzen zu sparen.

Eines Tages gab es im Schloss keine Helfer mehr, und der König hatte keine Ahnung, wie er für sich selbst sorgen sollte. Also musste er gehen und lernen, ganz von vorne anzufangen. Milo arbeitete und sparte weiter, bis er sich ein sehr schönes, großes Haus kaufte, und er teilte seine Suppe mit jedem, der hungrig war. Der König traf Milo wieder, und Milo brachte ihm freundlich bei, wie man einfache Aufgaben erledigt. Da lächelte der König und sagte: „Ich werde es auch versuchen“, und von da an ging es ihm besser.

Episode 2: Die Überraschung auf dem Laternenmarkt

Milos neues Haus hatte einen Briefkasten, der wie eine kleine Burg aussah. Eines Morgens hüpfte ein Brief heraus und stupste ihn direkt auf die Nase. Er war mit einem blauen Wachssiegel von König Bramble verschlossen!

Darin schrieb der König: „Ich gebe mein Bestes … und ich glaube, mir ist ein königlicher Fehler unterlaufen.“ Milo eilte zum Marktplatz und fand König Bramble, der seine Krone trug und … einen Besen hielt. „Ich habe versprochen zu helfen“, sagte der König, „aber meine Krone rutscht ständig in den Suppentopf!“

Heute war der Laternenmarkt, auf dem alle Fähigkeiten statt Münzen tauschten. Nana Pepple erklärte: „Man verdient Laternenlichter, indem man anderen hilft.“ Der König schluckte, denn er wusste noch nicht, was er gut konnte.

Plötzlich fegte eine Windböe über den Platz – HUI! – und die Laternen schwebten wie leuchtende Ballons davon. Pip die Taube flatterte mit einer winzigen Papiermütze herbei und gurrte: „Gurru-gurru! Der Wind hat eure Lichter gestohlen!“ Dann zeigte Pip mit einem Flügel zum Uhrturm.

Am Uhrturm entdeckten sie eine neue Gestalt: den Brisenhüter, ein schüchternes Kind mit einem riesigen Blätterfächer. „Ich wollte sie nicht wegnehmen“, flüsterte der Brisenhüter, „ich wollte nur üben, sanften Wind zu machen.“ Milo sagte: „Lass es uns gemeinsam in Ordnung bringen“, und der König nickte, obwohl er Höhenangst hatte.

Die Turmtreppe hinauf quietschten König Brambles Hausschuhe, aber er ging Schritt für Schritt weiter. Auf dem obersten Balkon benutzte er seinen schweren Umhang wie eine Decke, um die treibenden Laternen sicher einzufangen. „Ich habe etwas Nützliches getan!“, rief er, und Pip die Taube drehte sich in einem fröhlichen Kreis.

Zurück auf dem Laternenmarkt kehrten die Lichter zurück und alle jubelten. Der Brisenhüter tauschte eine sanfte Brise gegen Milos Hilfe ein, und Nana Pepple tauschte warme Kekse gegen das mutige Laternenfangen des Königs. König Bramble verbeugte sich und sagte: „Heute habe ich mir mein Licht verdient“, und Milo flüsterte: „Es zu versuchen, ist der größte Reichtum.“